Märkte & Trends 02/2019

Fokus-Thema:
BREXIT - die Zeit läuft ab.

Der BREXIT-Countdown - Interview mit Stefan Amenda, Leiter Multi Asset

Der BREXIT-Countdown - Interview mit Stefan Amenda, Leiter Multi Asset

Für Theresa May sind Abstimmungen im britischen Unterhaus derzeit kein Vergnügen. Zuletzt musste sie eine herbe Niederlage einstecken, als das Parlament den mit der EU ausgehandelten Brexit-Deal einfach durchfallen ließ. Im Anschluss hatte die oppositionelle Labour Partei ein Misstrauensvotum gegen die Premierministerin eingebracht – immerhin das hat May überstanden.

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Märkte im Überblick

 

Kapitalmarktindizes 31.01.2019  + / - Ultimo Vormonat  + / - Jahresbeginn 
Aktien Deutschland (DAX®) 11.173,10 5,82 % 5,82 %
Aktien USA (Dow Jones Industrial Average) 24.999,67 7,17 %  7,17 %
Aktien Europa (EURO STOXX® 50) 3.159,43 5,26 % 5,26 %
Aktien Welt (MSCI Kursindex Welt) 8.379,03 7,81 % 7,81 %
Renten Deutschland (RexP) 142,15 0,22 % 0,22 %
Währung Euro/US-Dollar 1,15 0,38 % 0,38 %

Quelle: Datastream

DAX® ist eine eingetragene Marke der Deutsche Börse AG

EURO STOXX® ist eine eingetragene Marke von STOXX Limited

Anlageklassen im Überblick

 So lesen Sie die Tabelle richtig

  

Attraktiv

Mehrheitlich
attraktiv

Neutral

weniger
attraktiv

Unattraktiv

 

 

 

 

 

 

Anlageklassen     Kommentar
Aktien

Die globalen Aktienmärkte sind positiv in das Jahr gestartet. Dafür gibt es handfeste Gründe, wie die unterstützenden Signale der amerikanischen Notenbank Fed. Auch die Hoffnung auf eine Entspannung im Handelsstreit zwischen den USA und China
wirken sich positiv auf die Stimmung aus. Zusätzlich setzt Peking auf Hilfsmaßnahmen für die heimische Wirtschaft. Von diesen Impulsen dürften vor allem Schwellenländer profitieren – im letzten Jahr noch die großen Verlierer.

Wir sehen für 2019 weiterhin keine Rezessionsgefahr – weder in den USA noch in Europa. Außerdem sind wir vorsichtig optimistisch, dass die sehr scharfe Rhetorik von Donald Trump gegenüber China vor allem Verhandlungstaktik darstellt. Deshalb sollte der Handelsstreit schlussendlich nicht zu einer Unterbrechung der weltweiten Lieferketten führen. Mit Blick auf das aktuelle Jahr sehen wir für die globalen Aktienmärkte daher weiteres Aufwärtspotenzial. Im ersten Quartal ist dennoch Vorsicht geboten. Hausgemachte Probleme in Europa – wie der Brexit und der Staatshaushalt in Italien – können zunächst weiter belastend wirken. Eine globale Streuung der Kapitalanlagen über Regionen und Branchen hinweg ist daher unerlässlich.

Renten

Das Ende der Anleihekäufe der EZB und die Bilanzreduktion der Fed dürfte den Anleihemärkten 2019 einigen Gegenwind bescheren. Sichere deutsche Staatsanleihen mit 10-jähriger Laufzeit liefern dem Anleger aktuell lediglich eine Rendite von unter 0,2 %. Sobald die Zinsen jedoch wieder etwas steigen, ergeben sich Marktwertverluste, die diese spärliche Rendite schnell übersteigen können. Bei Unternehmensanleihen ist eine intensive Analyse der wirtschaftlichen Situation erforderlich und aktives Management gefragt. Mit Blick auf die USA ergeben sich für 2019 durchaus interessante Einstiegsmöglichkeiten. Dasselbe gilt für einige stabilere Schwellenländer. Sofern der Euro 2019 nicht stark aufwertet, sind daher am Anleihenmarkt vor allem Fremdwährungsanleihen zu empfehlen.

Rohstoffe

Die globalen Rohstoffmärkte bieten 2019 attraktive Investitionsmöglichkeiten in den drei großen Sektoren. Im Energiebereich erwarten wir eine Verknappung der Fördermenge bei gleichzeitig robuster Nachfrage nach Öl. Verschärfte Sanktionen gegen den Iran sowie Maßnahmen der OPEC können durchaus zu einem schnellen Anstieg der Preise führen. Auch im Bereich der Edelmetalle sind wir positiv eingestellt: Politische Unsicherheiten sowie eine ebenfalls robuste Nachfrage nach Gold als Krisenwährung sind auch für das neue Jahr zu erwarten. Bei den Industriemetallen hängt die zukünftige Entwicklung vor allem vom Ausgang des Handelsstreits zwischen den USA und China ab. Nach teilweise sehr heftigen Verlusten im Jahr 2018 sind viele Industriemetalle mittlerweile wieder attraktiv bewertet. Jedoch sind hier Risikostreuung und eine breite Diversifikation besonders entscheidend.

Liquidität

Der Abstand zwischen den kurzfristigen Zinsen in den Währungsräumen in Europa und den USA ist auf einem Mehrjahreshoch angelangt. Mittlerweile ist es durchaus wieder attraktiv, Liquidität in US-Dollar oder in kurzlaufenden US-Treasury Bills anzulegen. In der Eurozone sind die Zinsen für kurzfristige Liquidität hingegen weiterhin negativ. Neben dem US-Dollar sind in Europa Währungen wie die norwegische oder die tschechische Krone besser verzinst als Liquidität in Euro. Das gilt nicht für die Schweiz: Dort sind die Zinsen ebenfalls durchweg negativ. Darüber hinaus sollten die Anleger 2019 durchaus einen gewissen Anteil an Liquidität halten, um bei stärkeren Marktbewegungen Investitionschancen nutzen zu können.

 

 

Expertenmeinung

Expertenmeinung

Stefan Amenda, Leiter Multi Asset

Das Anlagejahr 2018 steckt uns noch in den Knochen. Es war ein extrem schwieriges Jahr an den Kapitalmärkten, das schwierigste seit der Finanzkrise 2008. Um den Anleger vor unerwünschten Verlusten zu schützen, heißt es normalerweise: „Nicht alle Eier in einen Korb legen“. Allerdings schlossen 2018 nahezu alle Assetklassen im Minus. Ein Risikoausgleich war somit trotz breiter Streuung kaum möglich.

Doch 2018 ist vorbei, das neue Jahr bringt gute Nachrichten. Im Schnitt sind alle MEAG Investmentfonds deutlich im Plus und haben einen Großteil der negativen Performance von 2018 schon wieder ausgeglichen – wir sind optimistisch. „Dabei bleiben“ besagt eine wichtige Anlegerregel, ein schwieriges Jahr ist kein Grund, eine Anlagestrategie über den Haufen zu werfen. Beispielsweise sollten Sie für eine wertsteigernde Anlage in ERGO Vermögensmanagementfonds – je nach Chancenorientierung – einen Anlagehorizont von vier bis sechs Jahren mitbringen. Denn nur wer langfristig plant, darf mit hinreichender Sicherheit eine marktgerechte Wertentwicklung erwarten.

Rechtlicher Hinweis:

Die rechtlichen Hinweise zu den einzelnen Investmentfonds entnehmen Sie bitte den Fondsporträts. Lesen Sie dazu bitte auch die allgemeinen Rechtlichen Hinweise. Auszeichnungen in der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Wertentwicklungen und Auszeichnungen.