Vorabpauschale für das Jahr 2019

Mit der Einführung des Investmentsteuerreformgesetz (InvStRefG) zum 1. Januar 2018 gingen auch zahlreiche Änderungen bei der Besteuerung von Investmentfonds einher. So wurde u.a. die sogenannte Vorabpauschale eingeführt. Die Vorabpauschale soll pauschaliert, bezogen jeweils auf ein Kalenderjahr, eine gewisse Mindestbesteuerung der Fondsanlage sicherstellen. Sie ist daher besonders relevant für thesaurierende Fonds. Sie kann aber auch auf ausschüttende Fonds Anwendung finden, wenn diese aus steuerlicher Sicht keine hinreichend große Ausschüttung vornehmen.

Wie funktioniert die Vorabpauschale?


Bei der Vorabpauschale handelt es sich um eine vorweggenommene Besteuerung von in der Zukunft liegenden Wertsteigerungen. Für Fonds, die keine oder nur geringe Erträge ausschütten, wird jährlich ein fiktiver Betrag versteuert. Allerdings fällt die Vorabpauschale nur an, wenn der Fondspreis im vergangenen Kalenderjahr im Wert gestiegen ist. Hat der Fonds keinen Wertzuwachs, entstehen für das Jahr somit weder Vorabpauschale noch Steuerpflicht.
Die Vorabpauschale ist von dem Anleger zu versteuern, der am 31. Dezember eines Kalenderjahres in dem betroffenen Investmentfonds investiert ist. Auf das tatsächliche Geschäftsjahr des Fonds kommt es dabei nicht an. Der steuerliche Zufluss der Vorabpauschale erfolgt am ersten Werktag des folgenden Kalenderjahres. Somit ist die Vorabpauschale für das Kalenderjahr 2019 erst in der Steuererklärung 2020 zu berücksichtigen.


Wie wird die Vorabpauschale berechnet?

Die Vorabpauschale ist definiert als Basisertrag abzüglich der Ausschüttungen eines Kalenderjahres. Der Basisertrag ergibt sich aus dem Wert des Fondsanteils zum Jahresbeginn 2019, multipliziert mit 70 Prozent des Basiszinses. Der Basiszins wird offiziell vom Bundesfinanzministerium veröffentlicht und beträgt für 2019 0,52 Prozent. Somit lässt sich festhalten: Übersteigt die Ausschüttung die berechnete Vorabpauschale, muss der Anleger keine zahlen.


Welche MEAG Fonds sind 2019 von der Vorabpauschale betroffen?

Für die Fonds der MEAG wird immer eine Ausschüttung mindestens in Höhe der Vorabpauschale angestrebt, damit diese gar nicht erst zur Anwendung kommt. Daher sind fast keine MEAG Fonds von der Regelung betroffen. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen: MEAG GlobalChance DF und MEAG GlobalBalance DF: Bei diesen beiden Fonds werden Vorabpauschalen fällig werden. Dies jedoch nur dann, wenn der Anleger seinen Freistellungsauftrag bereits ausgeschöpft hat oder keine NV-Bescheinigung hinterlegt hat. Werden die Fonds innerhalb einer Fondsversicherung gehalten, hat das Thema keine Relevanz.


Wie erfolgt die Zahlung der Vorabpauschale?

Hat der Anleger einen der betroffenen Fonds im Depot und einen ausreichenden Freistellungsauftrag oder eine NV-Bescheinigung bei seiner depotführenden Stelle, z.B. Fondsdepot Bank, hinterlegt, wird keine Vorabpauschale erhoben. Ohne Freistellungsauftrag oder NV-Bescheinigung im Depot erfolgt die Steuerbelastung voraussichtlich am 2. Januar 2020. Die Vorabpauschale wird durch die depotführende Stelle bei dem dort hinterlegten Girokonto abgebucht. Nach der Buchung erhalten Sie eine Abrechnung.

Wenn Sie noch Fragen zu dieser Information oder den MEAG Fonds haben, hilft Ihnen das MEAG KompetenzCenter unter KC@meag.com oder 089 | 2489 2489 täglich von 9.00 - 17.00 Uhr sehr gerne weiter.