Fokus-Thema:
„Gelder auf Giro- und Sparkonten dürften auf längere Zeit kaum Ertrag bringen."

„So saugt Graf Draghila unsere Konten leer“ – Mit dieser Schlagzeile brachte die BILD-Zeitung auf den Punkt, was zurzeit viele Anleger über die Niedrigzinspolitik der EZB denken. Nur sechs Wochen vor Ende seiner Amtszeit verkündete EZB-Präsident Mario Draghi nun, ab November 20 Milliarden Euro pro Monat in den Rentenmarkt zu pumpen. Wir fragen Stefan Amenda, was das für den Anleger bedeutet.

Herr Amenda, muss der Bankkunde mit Minuszinsen rechnen?

Für den privaten Anleger lässt sich das nicht verlässlich sagen. Die Wahrscheinlichkeit hat aber eher zugenommen. Was sich hingegen sicher sagen lässt: Gelder auf Giro- und Sparkonten dürften nicht nur heute, sondern auf längere Zeit kaum Ertrag bringen. Unter Umständen ist auch ein Minus hinzunehmen.


Wird der Sparer enteignet?

Nein, das wird er nicht. Sparer erzielen zwar im Rahmen der extremen Nullzinspolitik niedrigere Erträge als gewohnt. Aber der Sparer ist nicht wehrlos. Er kann sein Geld nehmen und es dorthin tragen, wo er noch Erträge erzielen kann.



Wo ist das? Welche Alternativen hat der Sparer?

Von der Niedrigzinspolitik sind nicht nur Sparkonten besonders stark betroffen, sondern zum Beispiel auch viele Staatsanleihen. Aber nicht alle Anlagegattungen leiden unter der Niedrigzinspolitik. ERGO hat mit der MEAG drei Vermögensmanagement-Fonds für mittel- bis langfristige Sparer aufgelegt, die global und breit gestreut in verschiedene Anlageklassen investieren. Für den Anleger ist das bequem und einfach: Erfahrene Portfoliomanager übernehmen für ihn die Auswahl der jeweils aussichtsreichsten Anlagegattungen.

Und wenn Mario Draghi die Konten "leer saugt", ist der Anleger fein raus …?

Ja, so kann man es ausdrücken. Anleger entziehen ihr Geld dem Zugriff und reichen es an Investmentprofis weiter. Für Anleger, die keine Lust haben, sich täglich mit den Schwankungen der Kapitalmärkte zu beschäftigen, ist das eine große Erleichterung – gerade in diesen Zeiten, in denen Draghi, Trump, Johnson und Co. die Märkte in Atem halten.

Bei allen Risiken gibt es aber auch Chancen. Und die versuchen wir zu nutzen.

Stefan Amenda, Leiter Multi Asset

Aber so ganz können sich Ihre Fonds doch auch nicht Draghis Zugriff entziehen?

Die Geldpolitik der Zentralbanken betrifft direkt und indirekt den gesamten Kapitalmarkt – die einen Anlagegattungen mehr, die anderen weniger. Auch wir können uns Draghis Zugriff nicht vollständig entziehen. Bei allen Risiken gibt es aber auch Chancen. Und die versuchen wir zu nutzen.

Wo sehen Sie Chancen?

Zinssenkungen können auch positive Effekte haben. Zum Beispiel gewinnen die im Fonds enthaltenen Anleihen an Wert. Das sind nämlich ältere, höher verzinsliche Papiere. Wenn die Zinsen fallen, werden höher verzinsliche Papiere mehr wert, da der Kurs steigt. Auch wer Schulden macht, profitiert. Sparzinsen fallen zwar, Kreditzinsen aber auch. Für den Anleger ist wichtig zu wissen: Erfahrene Fondsmanager analysieren in den ERGO Vermögensmanagement-Fonds die Folgen von Draghis Politik und agieren im Sinne der Anleger.

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